Was ist Unimoto Drag Racing?
   
Unimoto Drag Racing kommt natürlich aus Amerika, genauer aus Daytona, wo auch alle zwei Jahre die Weltmeisterschaften stattfinden. Die anderen Jahre findet die WM in der Schweiz statt. Unimoto wurde 1988 erfunden und im selben Jahr wurden auch die ersten Meisterschaften durchgeführt. Bei dieser Sportart geht es darum, mit einem Motorrad auf dem Hinterrad eine Strecke von 100 Fuß, also 30,48 Metern, auf Gras oder Sand so schnell wie möglich zurückzulegen. Dabei gibt es 10 Regeln, welche beachtet werden müssen.
  • Man startet von Stand und fährt eine Strecke von 30,48 Meter (100 Fuss), ohne den Boden vor der hinteren Achse zu berühre. Wer die schnellste Zeit erreicht ist der Gewinner.
  • Die Strecke muss auf einem einzigen Rad zurückgelegt werden.
  • Der Motor des Motorrades (Unimoto) muss älter als 5 Jahre sein.
  • Beim Motor muss es sich um einen Orginalmotor handeln (nicht aufgemotzt).
  • Das Gefährt darf nicht länger als 2,4384 Meter (8 Fuss) und breiter als 1,2192 Meter (4 Fuss) sein.
  • Gestartet wird in folgenden Kategorien: weniger als 200ccm, 200-399ccm, 400-749ccm, 750 und mehr ccm, Elektrofahrzeug.
  • Es muss ein Notstop befestigt werden, damit das Fahrzeug stoppt, wenn der Fahrer stürzt.
  • Lenker und Bremsen müssen nicht montiert sein (ist aber sinnvoll).
  • Während der Fahrt darf nichts vor der hinteren Achse den Boden berühren.
  • Der Fahrer und das Gefährt dürfen während der Fahrt den Boden nur hinter der hinteren Achse berühren.


Beim Umbau sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt, meistens wird wie folgt gearbeitet: Man nimmt ein altes Motorrad und schneidet die Front weg. Der Lenker wird meist irgendwo beim Hinterrad befestigt, er ist nur mehr zum Gas geben und festhalten nötig, gelenkt wird wenn notwendig mit Gewichtsverlagerung. Damit das Unimoto beim Stehenbleiben nicht im Boden versinkt und sich überschlägt, wird unter dem Motor eine  Kufe oder alt Ski montiert.

Die Position des Fahrers variiert genau so wie die Ausführungen der Bikes. Da werden Ski montiert wo der Fahrer während des Rennens drauf steht, oder wird ein Autositz auf breiten Kufen angehängt oder er liegt einfach vorne am Bike und stützt sich mit den Beinen nach hinten ab. Der Fantasie sind unter der Voraussetzung der Einhaltung der 10 Regeln keine Grenzen gesetzt.

In Österreich sind zur Zeit zwei solcher Fahrzeuge im Einsatz, eines steht im Motorradmuseum in Sulz im Wienerwald.

Weitere Infos gibt es auch bei den Dead Riders MC in Sumiswald, die Veranstalter der WM in Europa.

 

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